BLOGPARADE: …kein schlimmerer Dieb als ein schlechtes Buch

01.08.2009
22:32

Genau das ist das Thema von Sternenwanderers Blogparade und hierdrum geht es genau:

Was macht für euch ein schlechtes Buch aus? Was sind eure Bewertungskriterien für Literatur bei diesem Aspekt? Welches Buch werdet ihr nie wieder in die Hand nehmen und auch nicht weiter empfehlen? Und warum? Oder aber gibt es Bücher, die sich auf den ersten Blick als Fehlkäufe erwiesen haben, die ihr in einem bestimmten Alter gelesen und als schlecht befunden hat und das hat sich, bei erneuter, vielleicht zufälliger Lektüre, geändert? Haben sich eure Vorstellungen, was ein gutes bzw. ein schlechtes Buch ausmachen, geändert? Oder gibt es Autoren, die ihr automatisch, ohne auch nur ein Buch von ihnen gelesen zu haben, nicht in die Hand nehmt und vor allem, warum?

Ich muss sagen, es fällt mir schwer darauf zu antworten. Im ersten Moment ist mir viel eingefallen, allerdings hätte das Thema dann besser heißen sollen: Was macht für euch ein gutes Buch aus ;)
Schlechte Bücher kommen mir mittlerweile eher selten unter, denn ich lese und kaufe eigentlich nur Bücher, von denen ich überzeugt bin, dass sie mir gefallen. Aber dennoch ist ab und zu ein Fehlgriff dabei.

Ein Buch lebt vorallem von den Figuren. Wenn die Personen es nicht schaffen, Gefühle in mir zu wecken, egal ob positiv oder negativ, dann hat es eigentlich schon verloren. Die Hauptperson muss nicht total sympathisch sein, er kann mir auch unsympathisch sein, aber die Hauptsache ist, dass mich sein Schicksal, sein Leben interessiert und ich eine “Beziehung” zu ihm aufbauen kann.
Ich mag keine Überhelden, keine Personen, die als perfekt dargestellt werden. Jeder Mensch hat Ecken und Kanten, und so soll es auch bei Romanhelden sein. Ebenso wie ich es nicht soo gerne mag, wenn das Böse einfach nur böse ist und das Gute nur gut. Das ist mir zu einseitig, zu oberflächlich.
Auch will ich die Handlungen von Personen nachvollziehen können, ich muss es nicht gutheißen, aber das Gefühl haben, dass diese Taten ihren Charakteren entsprechen.
Die Personen sollten auch nicht sehr klischeebeladen sein. Mit ein oder 2 Klischees kann ich leben, aber dann reicht es auch.

Ein Buch muss nicht in einer supertollen, poetischen Sprache geschrieben sein. Sicherlich, ein Pluspunkt wäre es, aber es ist kein muss. Außerdem sollte die Sprache zu dem Buch und zu den Personen passen. Z.B. ein 50-Jähriger, der wie ein Teenager spricht, empfinde ich als unpassend und unglaubwürdig.
Aber dennoch mag ich es nicht, wenn die Sprache zu derb ist und ich das Gefühl habe, der Autor hat sich keine Mühe dafür gegeben.

Das Setting ist mir eigentlich egal. Aber die Orte sollten schön beschrieben sein, sodass ich sie mir gut vorstellen kann. Allerdings sollte man es auch nicht übertreiben, denn zu viele Beschreibungen können auch schnell langweilig werden.
Logikfehler sollten nicht vorkommen, allerdings kommt es dadrauf an, ob es nur ein kleiner oder ein großer ist. Bei kleinen Fehlern könnte ich ein Auge zudrücken, ansonsten leider nicht…

Sobald meine Gedanken mit anderen Sachen, als mit dem Buch, das ich gerade lese, beschäftigt sind, ist das auch kein gutes Zeichen. Spannung sollte vorhanden sein und da meine ich nicht nur die Spannung in einem Krimi oder Thriller, sondern auch ganz normale Romane können vor Spannung trotzen und man kann nicht aufhören zu lesen.
Auch gibt es bei mir oft Bücher, die mir inhaltlich gut gefallen, aber mich irgendwie nicht so recht reizen und ich mich zwingen muss weiterzulesen. Aktuell ergeht es mir so mit “The Name of the Wind” von Patrick Rothfuss. Tolle Sprache, schöne, interessante Geschichte, aber irgendwie kann ich mich nicht dazuaufraffen, weiterzulesen. Die Spannung, die Neugierde fehlt mir da (bisher) einfach.
Eine Handlung, die vorhersehbar ist, langweilt mich schnell und ich überfliege in den Fällen meist nur noch das Buch.

Autoren, die ich meide, gibt es einige. In der Regel hat jeder Autor zwei Chancen mich zu überzeugen, bevor ich wirklich kein Buch mehr von dem Autor in die Hand nehme, wobei es hier auch Ausnahmen gibt. Autoren, von denen ich nichts mehr lesen werde, sind Cecilia Ahern, Ildikó von Kürthy, Dan Brown, Joy Fielding, Paulo Coelho, Tommy Jaud, Benjamin Lebert, François Lelord, etc.

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